Shelter-experience von Sacha, Kiki und Bram

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Sacha, Kiki und Bram: shelter-experience 2012-2014

Über 40 Jahre sind wir bereits durch und durch Campingfans. Angefangen hat alles mit – ja, Sie raten es schon – mit einem Shelter-Zelt. Urgemütlicher Camping-Spaß mit 2 Zeltstangen, einer Dachstange und 6 Heringen. Schon bald wurde dieses Zelt jedoch gegen ein leichteres Modell eingetauscht, denn auf dem Motorrad war kein Platz für viel Gepäck. Alles war genau abgepasst, einklappbar, faltbar oder aufblasbar.
Jahrelang verbrachten wir jeden Urlaub zu jeder Jahreszeit in den herrlichen Regionen Italiens. Frankreich, England, Schweiz etc., etc. Motorradfahrer haben beim Camping alles genau vorbereitet. Ein Benzin-Kocher, die bequemsten Luftmatratzen, kleine, faltbare Waschbecken, Miniatur-Handtücher, Strom aus dem Motorrad und alles was aufladbar war.

In den 90er Jahren bekamen wir unsere Kinder und entschlossen uns, an die Guzzi ein Zweisitzergespann der Marke EZS anzubauen. Darin konnte man jede Menge transportieren. So zogen wir dann los in den Urlaub: Ganz vorn die Mutter mit ihrer Guzzi und ich dahinter mit den beiden Kindern nebeneinander im Gespann mit ausreichend Proviant und Spielzeug für die lange Reise gen Süden. Herrlich, das haben wir in vollen Zügen genossen.
Das Zelt wurde immer größer, denn inzwischen hatten wir zwei Kinder, eine faltbares Laufställchen aus Karton der Marke Eigenbau und ausreichend Staufläche für ein Hauszelt für 6 Personen von Esvo aus Volendam.

1994 kam unser drittes Kind. Da überlegten wir uns dann: Schaffen wir ein noch größeres Gespann an, oder steigen wir um auf so einen Brutkasten auf Rädern, in dem man die Außenluft nur noch über die Lüftungsschlitze im Kunststoff-Armaturenbrett einatmen darf? Gerade der direkte Kontakt mit der Umgebung, dieses Gefühl, wenn man im Museum vor einer Vitrine steht und eine Mumie hinter Glas betrachtet, das Gefühl, sie so gerne kurz anfassen zu wollen, dieses eins sein mit der Natur – das vermisse ich in einem Auto. Aber man soll ja nicht klagen, es ist eben nicht anders. Wir entschlossen uns also, ab sofort mit dem Auto in den Urlaub zu fahren.

Schnell kamen wir zu der Entdeckung, wie viel Arbeit es jedes Mal war, das Zelt aufzustellen. Die Kinder saßen „ruhig angeschnallt” im Buggy, während wir alles ausluden und aufbauten. Nach ein paar Jahren beschlossen wir, uns etwas zu suchen, das einfacher aufzustellen ist – vor allem weil sich inzwischen ein viertes Kind bei uns eingeschlichen hatte. Ich selbst bin ein Campingfan, der immer nach einer möglichst funktionalen Anwendung und Bedienung und nachhaltigen Produkten sucht.

Wir entschieden uns für einen Faltwohnwagen – aber nicht einen von der Sorte, bei dem sich die Nachbarn in ihren Luxus-Campingstühlen hinter ihrer Tasse Kaffee schamlos kaputtlachen, während sie sich ansehen, wie man gerade mit seiner Frau die Diskussion über die Aufstellung des Rohrgestells zu einem guten Ende zu bringen versucht. Nein, eine schnelle Lösung sollte es werden, ohne einzelne Stangen und mit rekordverdächtiger Aufstellzeit. Nach einigem Suchen stießen wir auf den Namen Holtkamper Flyer. Der war sein Geld wirklich mehr als wert. Wie diese kleine Karre unserem Auto ganz geräuschlos durch die unwirtlichsten Straßen und Regionen folgte! Das Aufstellen war im Handumdrehen erledigt und was hatten wir viel Platz, diese Aussicht, das pure Naturerlebnis, die Zeltplane rundum und dieses unvergleichliche Campinggefühl in kalten und warmen Jahreszeiten war einfach herrlich.

Vor ungefähr vier Jahren haben wir einen neueren Holtkamper Flyer angeschafft und verbrachten das Osterwochenende auf einem Campingplatz in Callantsoog. Ein paar der Kinder waren inzwischen ausgeflogen und so waren wir nur noch zu viert. Was soll ich sagen, es war wieder herrlich, jede Menge Sonne und Temperaturen um die 26 Grad machten das Wochenende zu einer wahren Wonne. Sonntagfrüh wollten wir alles wieder einpacken, allerdings hatte es in dieser Nacht geschüttet wie aus Eimern und der Holtkamper war völlig durchnässt. Nein, nein, es war kein Leck – aber die Zeltplane hatte sich komplett vollgesogen. (300 g schwere Ten Cate Baumwolle kann wahnsinnig viel Wasser aufsaugen).

Wir beschlossen, den Faltwagen einfach einzuklappen und zum Trocknen dann zuhause wieder aufzubauen. Wenn die Sonne scheint, ist er schließlich innerhalb von 2 Stunden wieder trocken. Aber leider, leider: Es regnete 5 Tage lang, während also alles im Faltwagen liegen blieb. Dazu kommt noch, dass man schon 2 Tage vor der Abreise anfängt, alles wieder einzupacken… Kurzum: Ich war 10 Tage lang beschäftigt, um ein Wochenende in den Urlaub zu fahren. Damit war das Maß für mich voll. „Ich fahre doch in den Urlaub, um mich auszuruhen?”, sagte ich mir. Der Rest der Familie war der gleichen Meinung, aber was soll man machen?

Ein Wohnwagen kam für uns nicht in Frage. Wenn es doch nur etwas gäbe, bei dem man den gleichen Komfort und das gleiche Gefühl bekommt, das man hinter sein Auto hängen kann und das außerdem das ganze Jahr über benutzt werden kann, das wäre ideal!

Glauben Sie mir, jeder Campingfan, der sich einen Faltwagen kauft, denkt: „einfach aufzubauen, damit kann ich das ganze Jahr über in den Urlaub fahren”. Meiner Meinung nach benutzen 90 % der Leute den Faltwagen aber höchstens 4 Wochen im Sommer – und das auch nur wenn es nicht zu kalt oder zu feucht ist.
Sie sehen also, unsere Anforderungen waren wirklich hoch. Aber wir machten uns auf die Suche und besuchten im April 2012 das Camping-Geschäft Vrijbuiter in Gouda. Eigentlich waren wir auf der Suche nach zwei Campingstühlen mit zusätzlicher Beinstütze, perfekt für eine Siesta in unserem Holtkamper. Meine Frau und Tochter liefen ein Stück voraus und nachdem ich mir das umwerfende Zeltsortiment der Marke “De Waard” angesehen hatte ging ich weiter in ihre Richtung. Meine Frau sagte: „ Hier um die Ecke steht ein Ding, das alles hat, was wir zum Camping brauchen.” Und tatsächlich: Ich bog um die Ecke und da stand ein fantastischer, kleiner, kompakter Campinganhänger, mit Zeltplane rundum, in Safari-Optik, mit moderner ergonomischer Einrichtung, der sich einfach hinters Auto hängen lässt und in dem sich auch noch das Motorrad mitnehmen lässt. Der KIP Shelter!

Wie unglaublich toll kann ein Campinganhänger sein!? Nach minutenlangem Staunen kamen mir schließlich die Worte über die Lippen und ich sagte zu meiner Frau: „Schatz, in 2 Monaten machen wir uns damit auf den Weg und ziehen 4000 km durch La France!” Sie sagte: „Das ist nicht dein Ernst” Und ich sagte: ”Oh doch – das machen wir!”.

Innerhalb einer Woche war der Holtkamper über das Internet verkauft und wir beschlossen, den Shelter anzuschaffen. Im Juli 2012 zogen wir mit unserem stahlblauen Shelter, komplett mit einem De Waard-Vordach und allem drum und dran in Richtung Bretagne. Unterwegs ziehen wir alle Blicke auf uns und wenn wir am Campingplatz ankommen, kann sogar der Rezeptionist vor lauter Staunen nicht auf seinem Stuhl sitzen bleiben und verbiegt sich, um unbedingt einen Blick auf unseren Shelter zu werfen. Nach der Bretagne zogen wir weiter in die Dordogne und anschließend zu unterschiedlichen Campingplätzen entlang des Flusses.

Welch ein „Komfort beim Aufstellen”, und nachts haben wir immer noch eine Art Zeltplane mit perfekter Belüftung und Aussicht auf den Sternenhimmel über uns. Komplette Stehhöhe, denn ich bin fast 2 m groß, und wenn man tagsüber in aller Ruhe gemütlich im Shelter sitzt, um etwas zu schreiben, dann hat man trotzdem das Gefühl, draußen zu sitzen, unter anderem durch den Panoramablick durch all die großen Fenster und die Aussicht auf den Eingang unter dem Vordach (pure Campingnostalgie also) und die Außenküche durch die breite Eingangstür, das ist für mich nicht zu übertreffen, dann bin ich wunschlos glücklich. Auch der großzügige Stauraum und die Effizienz der Schlafplätze, der beim Entwurf der Shelter große Aufmerksamkeit gewidmet wurde, bieten uns das ganze Jahr über uneingeschränkte Urlaubsfreude. Auch dieses Jahr werden wir uns wieder mehrfach auf Abenteuerreise begeben mit unserem schnuckligen, gemütlichen und besonders komfortabel eingerichteten Shelter – den lassen wir auf keinen Fall zuhause.

Oegstgeest,
Sacha, Kiki und Bram

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